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100 Jahre Friedhof Osterholz

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Ausstellung bis zum 28. November

Der Osterholzer Friedhof ist mit 760.000 m² der größte Friedhof Bremens und eines der größten Gartendenkmäler Norddeutschlands. Im Mai dieses Jahres hat der Friedhof seinen 100. Geburtstag gefeiert. Zu diesem besonderen Jubiläum hat der Beirat, die Geschichtswerkstatt beim Ortsamt Osterholz sowie Ortsamtsleiter Ulrich Schlüter ein Buch mit dem Titel „100 Jahre Friedhof Osterholz – Natur-, Kultur- und Kriegsdenkmal" herausgegeben, welches die interessanten und schönen Seiten der größten Gedenkstätte Bremens auf besondere Weise hervorhebt.

Begleitend hierzu wurden im Weserpark ausgewählte Bilder und Fotos zu einer Ausstellung zusammengetragen. Bis zum 28. November haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich umfassend über die Entwicklung des Friedhofs zu informieren und einen Einblick in die Geschichte dieser besonderen Ruhestätte zu gewinnen. Großformatige Fotos zeigen die Entstehung und die Gegenwart der parkähnlichen Anlage und beleuchten darüber hinaus auch die Natur, die Kultur und die Bedeutung als Kriegsdenkmal. Wer die bemerkenswerte Anlage in allen ihren Facetten kennenlernen möchte, sollte die Gelegenheit nutzen und zusätzlich zum Ausstellungsbesuch auch das Buch mit allen Hintergrundinformationen erwerben. Die lesenswerte Lektüre ist ab sofort in der Thalia Buchhandlung im Weserpark erhältlich.

Die beeindruckende Ausstellung „100 Jahre Friedhof Osterholz“ ist bis zum 28. November im Weserpark zu sehen. Der Eintritt ist frei.

 

Zur Geschichte des Friedhofs: 1910 beschloss der Bremer Senat – mangels stadtnaher und bezahlbarer Grundstücke - den Ankauf des jahrhundertealten Hofes „Kämena“ im Dorf Osterholz zur Anlage eines neuen (Zentral-)Friedhofs. Am reichsweiten Wettbewerb beteiligten sich über 90 Architekten. Den Zuschlag erhielten gemeinsam Paul Freye (für die Landschafts- und Friedhofsgestaltung) und Prof. Franz Seeck (für die Hochbauten).

Bedingt durch den 1. Weltkrieg zogen sich die Arbeiten am großen, heute denkmalgeschützten 1. Bauabschnitt über 10 Jahre hin. Mühevoll waren die Arbeiten, weil z. B. Millionen von Ziegeln mit Pferd und Wagen herbeigeschafft werden mussten. Im Mai 1920 wurde der Friedhof eröffnet. Die eingleisige „Friedhofsbahn“ (Linie 12) von Sebaldsbrück nach Osterholz war schon fertig. Der 1. Tote war der 70-jährige Dachdecker Wilhelm Berger, der vom Dach der großen Kapelle abgestürzt war. Sein Grab ist bis heute erhalten. Fertiggestellt wurde der Friedhof mit zwei weiteren Bauabschnitten ab 1948.

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